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der wind zieht klärende linien
lichtwellen kreuzen
brechen sich silbernd
im stürmenden grau
wolken eilen südwärts
ein, zwei sonnenfinger
teilen die fliehende schar
funkelnde bänder auf tanzenden wogen
messen wie die möwen unsere kräfte
lehnen uns in den sturm
vertrauend und stark
fügt die see alles wieder zusammen
veredit©isabella.kramer - mai2013
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veredit-iertes
gedichte und meer von isabella kramer
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3 zu 1
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New York, New York …
verloren habe ich mich
in den schluchten aus stein
doch fand ich mich
in tausend reflexionen
vertraut, so vertraut
ihr puls in meinem blut
ihr frühling unter meiner haut
ihr lächeln in meinem gesicht
ein lied wartete hier auf mich
tausend flirrende worte geflüstert
lichter gewoben tag und nacht
werbender duft heimatlich fremd
dem charme erlegen
weit offene arme
inselglück, freundin, vertraute
mehr als nur eine möglichkeit
veredit©isabella.kramer 2013
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New York, New York …
verloren habe ich mich
in den schluchten aus stein
doch fand ich mich
in tausend reflexionen
vertraut, so vertraut
ihr puls in meinem blut
ihr frühling unter meiner haut
ihr lächeln in meinem gesicht
ein lied wartete hier auf mich
tausend flirrende worte geflüstert
lichter gewoben tag und nacht
werbender duft heimatlich fremd
dem charme erlegen
weit offene arme
inselglück, freundin, vertraute
mehr als nur eine möglichkeit
veredit©isabella.kramer 2013
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Arrival
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Manhattan betört mit dem Duft von tausend Hyazinthen im Central Park servieren Magnolien Licht in zartrosa Porzellanschalen Montagmorgen in der Metro trepp auf, trepp ab - beschwingt bis zur nächsten Station ein Arm voll Tulpen alte, neue Himmelstürme Traumfinger im Wolkenlos umschäumt frisches Blattgrün selbst die Straßen schimmern unter strahlendem Himmel schicken abertausend funkelnde Scheiben ihr Lächeln über den Hudson üppige Mandelzweige schmücken die MoMA die Public Library setzt
auf meterhohe Forsythien ich bin angekommen mein Gepäck steht in Frankfurt was soll’s – ich hab meine Sehnsucht dabei
und New York blüht
veredit©isabella.kramer 2013
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Manhattan betört mit dem Duft von tausend Hyazinthen im Central Park servieren Magnolien Licht in zartrosa Porzellanschalen Montagmorgen in der Metro trepp auf, trepp ab - beschwingt bis zur nächsten Station ein Arm voll Tulpen alte, neue Himmelstürme Traumfinger im Wolkenlos umschäumt frisches Blattgrün selbst die Straßen schimmern unter strahlendem Himmel schicken abertausend funkelnde Scheiben ihr Lächeln über den Hudson üppige Mandelzweige schmücken die MoMA die Public Library setzt
auf meterhohe Forsythien ich bin angekommen mein Gepäck steht in Frankfurt was soll’s – ich hab meine Sehnsucht dabei
und New York blüht
veredit©isabella.kramer 2013
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herzbilder
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schier unbändig erneuert
der mai sein versprechen
grünt - schäumt - berauscht
wie nie dagewesen
schenkt der die heimkehrt
randvolle wortlosigkeit
ob all des niegesehenen
wirbel wie fallende blütenblätter
alles im überfluss vorhanden
mai eben - meere aus duft
und dann der blick deiner augen
erneuertes versprechen
veredit©isabella.kramer 2013
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schier unbändig erneuert
der mai sein versprechen
grünt - schäumt - berauscht
wie nie dagewesen
schenkt der die heimkehrt
randvolle wortlosigkeit
ob all des niegesehenen
wirbel wie fallende blütenblätter
alles im überfluss vorhanden
mai eben - meere aus duft
und dann der blick deiner augen
erneuertes versprechen
veredit©isabella.kramer 2013
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Abflug
ameisen im blut
und dieses kribbeln
in den flügelspitzen
hörst du wie der himmel singt
die arme weit offen
längst ist die route gewählt
am blau entlang - immer
den kompass auf ferne
am rand stapel silberner türme
schluchten quirlig gefüllt
krumen für den der findet
träume und tränen
dahinter ein ganzer kontinent …
die reise beginnt
veredit©isabella.kramer2013
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Analyse
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Der Kryptiker liebt dichtes Dichten,
sein ganzes Augenmerk zu richten,
auf höchst verkürzte, knappe Zeilen.
Dort soll der Geist des Lesers weilen
und forschen in den kargen Sätzen,
trainieren sein Gehirn und schätzen,
was nebulös darin enthalten.
Wer hat, kann Fantasie entfalten.
Solch Knappheit bringt ja mannigfaltig,
dem Hirn den Spielraum, der gewaltig,
sich dreht um Verse, so wie „Puh!“
Da kann man grübeln immerzu,
sich stundenlang imaginieren
und braucht sich nicht mal zu genieren,
dass sich der Sinn nicht recht erschließt.
Es ist halt kryptisch, was man liest!
Dabei enthält der Verse Deutung,
ungleich der Seele eigene Häutung,
die solcher Klang hervor uns rief
Allein, wer wagt sich schon so tief?
Ob solcher Kargheit recht benommen,
man wird zu der Erkenntnis kommen,
dass Kryptik eine rechte Kunst,
man liest’s und hat nicht einen Dunst.
Jedoch der Kryptiker begnadet,
redu- und –ziert sich, unbeschadet.
Solch Unverständnis rührt ihn nicht.
Ach, Leser sind halt viel zu schlicht!
veredit©09
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Der Kryptiker liebt dichtes Dichten,
sein ganzes Augenmerk zu richten,
auf höchst verkürzte, knappe Zeilen.
Dort soll der Geist des Lesers weilen
und forschen in den kargen Sätzen,
trainieren sein Gehirn und schätzen,
was nebulös darin enthalten.
Wer hat, kann Fantasie entfalten.
Solch Knappheit bringt ja mannigfaltig,
dem Hirn den Spielraum, der gewaltig,
sich dreht um Verse, so wie „Puh!“
Da kann man grübeln immerzu,
sich stundenlang imaginieren
und braucht sich nicht mal zu genieren,
dass sich der Sinn nicht recht erschließt.
Es ist halt kryptisch, was man liest!
Dabei enthält der Verse Deutung,
ungleich der Seele eigene Häutung,
die solcher Klang hervor uns rief
Allein, wer wagt sich schon so tief?
Ob solcher Kargheit recht benommen,
man wird zu der Erkenntnis kommen,
dass Kryptik eine rechte Kunst,
man liest’s und hat nicht einen Dunst.
Jedoch der Kryptiker begnadet,
redu- und –ziert sich, unbeschadet.
Solch Unverständnis rührt ihn nicht.
Ach, Leser sind halt viel zu schlicht!
veredit©09
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ungeschützt
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frost hauchte unzeit
auf juvenile ungeduld
eiswind fältelte sprödes
in ecken zu drohenden
schatten wer lächelte
fand hier kein spiegelbild
was ist schon fair
dürre stengel schrieben
in jede falte frühling
ist ausgeträumt
schau nicht hin
leg mir die toten blüten
in den schoß sing ihnen
lieder vom schlaf und
danach zeit mehr als
genug
veredit©isabella.kramer 2013
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frost hauchte unzeit
auf juvenile ungeduld
eiswind fältelte sprödes
in ecken zu drohenden
schatten wer lächelte
fand hier kein spiegelbild
was ist schon fair
dürre stengel schrieben
in jede falte frühling
ist ausgeträumt
schau nicht hin
leg mir die toten blüten
in den schoß sing ihnen
lieder vom schlaf und
danach zeit mehr als
genug
veredit©isabella.kramer 2013
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