ein vorrat leben

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ein vorrat leben
lass uns sammeln
die becher leeren
süßen saft von unseren
lippen teilen schwelgen
verprassen was das licht
die liebe und das leben
uns geschenkt in vollen
zügen sein und kleine
wohldosierte prisen
bewahren denn
wer weiß …


 

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a stock of life
let us gather
empty the cups
share sweet juice
from our lips revel
squander what the light
the love and the live
is given to us generously
and keep small
well-measured sprinkles
for because
who knows ...












veredit©isabella.kramer15





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Krokuss

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Hauchschüsselchen randvoller Licht 
schwankendes Auf und Zu
so ein, zwei versprech ich
versprech ich's nicht
unter den Schwestern lehnt es sich 
träumend Wange an Wange
zärtlich Willkommen im  Leben
violett, weiß und oranges Offenherz
mittendrin Trinkdichsatt 
- wo's sie noch gibt -
eingetaucht
Glück das innehält
Kommen und Gehen, Vergehen
emsiges Summ-di-Summ

und das ist schon 
das ganze Geschäft 





veredit©isabella.kramer15 









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"Was die Seele nährt"

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... so heißt das letzte Gedicht meiner lieben Mo, das sie vor einem Jahr schrieb. Veröffentlicht heute auf ihrem Blog. 

Sie starb am 30. April 2014 plötzlich, unerwartet und viel zu früh. Ich vermisse sie sehr. 





Die Welt ist dunkler ohne dich

das Grün trägt Tränen

und im Herzen klafft ein Spalt

den Worte nicht verschließen können. 




In liebevoller Erinnerung jetzt und in jedem Grün. 


isabella 







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Gewissheit

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„Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald. …. "

- Friedrich Hölderlin


wenn du nicht da bist
will ich dich finden
weil du mir nah bist
dich niemals binden

dir nichts versprechen
und auch nichts brechen
im du dem ich die freiheit geben
zusammenfühlen, streiten, leben


und hätte ich dich nie gesehen
gespürt, verloren, niemals gefunden
ein weg aus licht mich zu dir führte
durchdränge selbst die dunklen stunden

du bist das echo meines seins
ich fände dich am rand der welt
gemeinsam sind wir zweifach freier
kompletter und doch jedes eins

wenn du nicht da bist
will ich dich finden
weil du mir nah bist
dich niemals binden




veredit©isabella.kramer15





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Nur mal so gefragt - ein lenziges Pantum

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wollen wir uns in den Frühling stürzen
die Kätzchen kosen, die silbernen Weichen
den Kaffee mit Zimt und Kardamom würzen
die uralte morsche Bank neu streichen


die Kätzchen kosen, die silbernen Weichen
uns Tulpen und Primeln zum Sattsehen gönnen
die uralte morsche Bank neu streichen
und Seite an Seite uns niemals mehr trennen 


uns Tulpen und Primeln zum Sattsehen gönnen
der Sonne die Nasen entgegenstrecken 
und Seite an Seite uns niemals mehr trennen 
na ja, ab und zu, darfst du dich verstecken 


der Sonne die Nasen entgegenstrecken 
so wollen wir uns in den Frühling stürzen
na ja, ab und zu, darfst du dich verstecken und
den Kaffee mit Zimt und Kardamom würzen





veredit©isabella.kramer15






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einer von dreien

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von hellstem blau die luft ganz und gar ungebändigt bei jedem blick mehr und mehr krokusse wie küsse hört sich das an schälchen über schälchen eigentlich platz genug für ein zwei sonnenstrahlen zwischem dem ausbleibenden schnee zustimmend nicken die stolzierenden raben den park der kleinen wunder bedächtig durchmessend teilen wir uns die eintracht im schweigen -  so schreibe ich mir den hellen wind auf die seiten den der dich immer zum lachen bringt du zupf eine zaubernuss ab und weiß zwei wünsche sind noch frei



veredit©isabella.kramer15








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